Impressionen 2012

vom 2. Kölner Kabarett Festival

Unter dem Motto „Härtere Zeiten brauchen härtere Pointen“ hat der Kölner Kabarettist Robert Griess als künstlerischer Leiter in Partnerschaft mit der VHS Köln und dem DGB-Köln-Bonn auch für das 2. Kabarett Festival die Crème de la Crème der deutschen Kabarett-Landschaft nach Köln eingeladen. Herausgekommen ist ein Programm, dass jenseits des Fernsehens seinesgleichen sucht: Zahlreiche Programme und Köln-Premieren sind dabei. Jede und jedes für sich wert, gesehen zu werden.

Plakat 2012

Highlight des Festivals: Die drei großen Festival-Abende im Kulturforum der VHS im Rautenstrauch-Joest-Museum: Jeweils fünf hochkarätige Kabarettisten stehen an einem Abend zusammen auf der Bühne sorgen für unvergessliche Erlebnisse in Sachen intelligenter Humor. Im Rahmenprogramm sind im Senftöpchen, in der Comedia Colonia und im Bürgerzentrum Chorweiler zusätzlich aufgetreten: Düsseldorfer Kommödchen, Robert Griess, HG Butzko, Max Uthoff, Alfred Dorfer und Uwe Steimle.

"EUROZIRKUS" am 4. Mai 2012:

Politisches Kabarett, wie es sein soll: Aktuell, abwechslungsreich, böse, manchmal nachdenklich, aber immer höchst amüsant. Ein kabarettistischer Rundumschlag zur Lage in Deutschland, Europa und der Welt. Laut und leise, persönlich und polemisch, gewitzt und nachdenklich, anstrengend nur für Lachmuskeln und Politiker. Robert Griess als Gastgeber hat zur Eröffnung des Festivals des politischen Kabaretts 2012 einige der besten Polit-Kabarettisten, die derzeit in Deutschland live zu sehen sind, nach Köln eingeladen. Mit dabei: Sebastian Pufpaff (Bonn), Thomas Reis und Thomas Freitag (Köln) sowie die Entdeckung des Festivals 2011 - Manfred Maurenbrecher (Berlin).

(c) Fotos: Andrea Mährle, Bonn


"GROSSSTADTMELODIEN" am 11. Mai 2012:

Er ist wieder da, der Protestsong, und das ist gut so! Er kommt ohne erhobenen Zeigefinger und ohne falsches Pathos aus, dafür aber mit jeder Menger guter Ideen und einer künstlerischen Vielseitigkeit, von der dieser Abend einen kleinen Eindruck vermittelt hat. Die junge Garde war eingeladen, das Publikum nicht nur zum Schnippen und Wippen, sondern vor allem zum Lachen und Nachdenken anzuregen. Es waren dabei: Ape & Feuerstein, das furiose Gitarren-Duo aus dem Ruhrpott, Schwarze Grütze, zwei zum Brüllen komische Musikkabarettisten aus Potsdam, Jan und Simon, ein frisches Liedermacherduo auf dem Sprung zu Weltruhm aus dem Norden der Republik und El Mago Masin, fränkischer Rasta-Man mit höchst skurril-witzigen Song-Miniaturen. Durch den Abend führte ein Urgestein des politischen Wort-Kabaretts aus Berlin: Arnulf Rating.

(c) Fotos: Andrea Mährle, Bonn


"HEIMATABEND" am 18. Mai 2012:

Politische Kabarettisten aus allen vier Himmelsrichtungen plus einem Kölner – fertig ist der Heimatabend der besonderen Art, wie ihn Deutschland noch nicht gesehen hat. Ein Kabarettisten-Stadl mit Querdenkern, Querulanten und Quadratschädeln, denen man nicht böse sein kann, egal wie böse sie auch sind. Exklusiv auf unserem Festival standen in dieser Kombination erstmals gemeinsam auf der Bühne: Helmut Schleich aus dem tiefsten Süden, der uns die Mentalität der Bayern näherbrachte. Der grandiose Uwe Steimle, vielen auch aus dem ARD-Polizeiruf bekannt, betrachtete die Welt von Sachsen aus. Das Duo Herrchens Frauchen (Lisa Politt und Gunter Schmid) aus Hamburg kam messerscharf, intellektuell mit Durchblick, doch keineswegs kühl daher. Reiner Kröhnert lebt zwar tief im Westen von Rheinland-Pfalz, parodierte jedoch den Berliner Politik-Betrieb wie kein Zweiter. Robert Griess ist fast so sehr Kölner wie seine Revolte-Kunstfigur Stapper aus dem Asi-Adel.

(c) Fotos: Andrea Mährle, Bonn

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