Impressionen 2011

vom 1. Kölner Kabarett Festival 2011

Das hat es so auch noch nicht gegeben: Vom 04. bis 06. Mai 2011 trafen sich 16 Kabarettisten aus ganz Deutschland in Köln, um Wirtschaftskrise und versagender Politik etwas entgegenzusetzen: Die Kraft des gesprochenen Wortes!

Plakat 2011

Satiriker aller Bundesländer vereinigten sich zum großen Kabarett-Schlachtfest. Es traf die wilde Junge Garde auf die verdiente Alt-Avantgarde, Ensemble- auf Musik-Kabarett, Männer auf Frauen … Dabei kam mehr heraus als die Summe der Einzelprogramme: Drei Themenabende – jeder einzelne einmalig nur hier zu sehen am Humorstandort Nr. 1 in Deutschland:

"Die Große Hartz-IV-Gala" am 04. Mai 2011:

Vor ausverkauften Rängen startete am 4. Mai 2011 das 1. Kölner Festival des politischen Kabaretts. Warum heißt Hartz IV eigentlich Hartz IV? Weil das Geld immer nur bis zum 4. reicht und dann noch ganz viel Monat am Ende des Geldes kommt. Die Rückkehr des Agit-Pop begann mit einem furiosen Kabarett-All-Stars-Abend: Kein geringerer als der Politkabarettist Nr. 1 in Köln, Wilfried Schmickler, moderierte den Eröffnungsabend des Festivals. Pointenreiche Polemiken, satirische Songs und saukomische Sketche kamen von Deutschlands „Kanzlersouffleuse“ Simone Solga (Hamburg), dem Kölner Kabarett-Urgestein Heinrich Pachl, dem subversivsten Hauptstadtkabarettisten Arnulf Rating (Berlin) und dem "Jungen Wilden des Kabaretts", Nils Heinrich.

(c) Fotos: Andrea Mährle, Bonn


"Krise? Welche Krise?" am 05. Mai 2011:

Politik, Wirtschaft, Leitkultur – kein Thema war sicher am zweiten Abend des Kölner Kabarett Festivals: Nach der Krise ist vor der Krise. Die schwarz-gelbe Koalition regiert nach dem Motto: To have lunch or to be lunch! Der Begriff Bankräuber muss neu definiert werden: Früher kam der Gangster in die Bank rein und raubte die Ersparnisse der Kunden. Heute sitzt er in der Bank, wartet auf Kundschaft und raubt deren Ersparnisse. Politiker und Banker ziehen uns dermaßen über den Tisch – und wir sollen die dabei entstehende Reibungshitze auch noch als Nestwärme empfinden. Doch da ist ja noch die Avantgarde des deutschen Kabaretts: Politisches Wissen vereint mit treffsicherem Humor und einer unvergleichlichen verbalen Schlagkraft! Robert Griess, der „Kabarettist mit der schnellsten und frechsten Klappe von Köln“ (Kölner Stadt-Anzeiger) moderierte dieses Klassentreffen der Jungen Garde der deutschen Kabarett-Szene mit HG Butzko (Düsseldorf), dem Freien Radikalen des Kabaretts, Fatih Cevikkollu (Köln), bestens integrierter deutsch-türkischer Vorzeigekabarettist, dem Bundeskabarett (Köln-Bonn-Leipzig) – Gesamt-Deutschlands jüngstes Polit-Kabarett-Ensemble und Manfred Maurenbrecher, einem der besten Liedermacher deutscher Sprache.

(c) Fotos: Andrea Mährle, Bonn


"Schlachtplatte – die Endabrechnung" am 06. Mai 2011:

In der Endabrechnung präsentierte „die frechste Kabarett-Boy-Group westlich der Wolga“ das Beste und Härteste, das Schönste und Böseste aus 2011. Ob Politik, Gesellschaft, Religion, Wirtschaft oder Show-Biz – wer sich öffentlich entäußert, könnte auch auf der Schlachtplatte serviert werden! Serviert mit allen Zutaten, die es zu einem zünftigen Schlachtfest braucht: Vom sarkastischen Stand-up-Monolog bis zur satirischen Massenszene, vom sozialkritischen Song bis zum spaßigen Sketch wird nichts ausgelassen, um das Publikum auf höchst unterhaltsamen Niveau zum Rasen zu bringen. „Wir wollen auch dienen! Und zwar dem tödlichen Scherz!“ Robert Griess gilt als „der deutsche Hader“ (Bayerischer Rundfunk) und ist gewerkschaftserprobter Kampfkomiker, Wolfgang Nitschke ist der wortgewaltige Bestsellerfresser und ein kampferprobter Meister-Polemiker, Jens Neutag der durchstartende Newcomer der Polit-Kabarettisten, Achim Konejung, mit allen Wassern gewaschener Vollblutkomödiant und begnadeter Musiker – zusammen sind sie mehr als nur die Summe ihrer Einzelteile – das „Kabarettistische Quartett“ der deutschen Kleinkunst-Szene!

(c) Fotos: Andrea Mährle, Bonn

Kontakt
Streithähne bei Facebook
Sie waren dabei